Pfarramt Waldbrunn-Lahr 06479/325

Bereitet dem Herrn den Weg

Im Evangelium vom 2. Adventssonntag tritt ein Mann auf, der in das Bild eines besinnlichen Advents zunächst nicht so richtig hineinpassen will: Johannes der Täufer.

Er wird - wie viele Propheten vor ihm - von Gott in der Wüste berufen.

Er ist ein echter „Outdoor-Mann“. Denn in der rauen Lebenswelt der Wüste ist kein Platz für „Weicheier“, kein Platz für faule Kompromisse.

Dort, in der Abgeschiedenheit am Jordan, abseits des Alltagslärms der großen Städte Jerusalem und Jericho, an einem Ort, an dem niemand zufällig vorbei kommt, erhebt er seine Stimme, und diese geht auch mit seinen Zuhörerinnen und Zuhörern nicht zimperlich um. Sein Ruf zu Umkehr und Taufe fordert radikale Eingriffe in das Leben der Menschen.

Ein „Weiter so wie bisher“ darf es nicht geben, denn Großes kündigt sich an. Das Heil, das von Gott kommt, ist nahe. Und die Menschen damals und heute spüren trotz aller Unbequemlichkeit und Ungemütlichkeit dieser Botschaft, dass sie das Wesentliche unserer Sehnsucht und unserer Erwartungen in sich birgt.

Sich auf das Wesentliche zu besinnen, sich auf Gott hin auszurichten und ihm den Weg zu bereiten ist kein gemütliches Punschtrinken im trauten Heim, sondern eine Herausforderung.

Und das benötigt manchmal die klaren Worte eines mutigen Mannes oder einer mutigen Frau, die uns aus der Gleichgültigkeit aufwecken.

Wer Gott den Weg bereiten will, der muss sich der Veränderung stellen.

Advent bedeutet nicht ein langweiliges Warten, sondern eine aktive Vorbereitung.

Wir müssen zunächst bei uns selbst aufräumen, den Kopf frei bekommen vom Allerlei unserer modernen Gesellschaft. Es geht buchstäblich um ein frei werden, wie wir es häufig mit dem Bild der Wüste verbinden.

Und dann, in einem zweiten Schritt sollten wir es anpacken: Wir müssen eine „Landebahn für Gott“ bauen, damit er bei uns landen kann.

Lassen wir uns aber in diesem Advent von Johannes auch fragen, welche Berge, Schluchten, „krumme Dinger“ und „Schallmauern“ zwischen uns und Gott stehen.

Durchbrechen wir Trott, Sorgen, Schuld und Isolation und wagen wir mutige Schritte auf Gott und unsere Mitmenschen zu.

Vertrauen wir, dass sein Heil uns entgegenkommen will. Glauben wir daran, dass ER es selbst ist, der unter uns wohnen möchte. 

Quelle Text: Pfarrer Markus Bendel Quelle Bild: GrafikDesignKlein

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