Pfarramt Waldbrunn-Lahr 06479/325

Geboren wurde ich am 10. Oktober 1968 in Hadamar. Aufgewachsen bin ich in Dreikirchen. Den Keim, Priester zu werden, legte bereits 1977 mein Heimatpfarrer Johannes Lauck, der zu mir sagte: du wirst einmal Priester.

Er war der Übermittler des Rufes Gottes.

Meine Eltern legten mir nahe, erst einen Beruf zu lernen, danach könne ich mich ja immer noch für den Priesterberuf entscheiden.“ Nach dem Besuch der Hauptschule in Hundsangen begann ich 1984 eine dreijährige Lehre

als Schreiner in Elz, die ich 1987 mit der Gesellenprüfung abschloss. Dort arbeitete ich bis mir 1996 wegen mangelnder Arbeit gekündigt wurde. Danach arbeitete ich bis 1989 als Schreiner in Hirschberg.

Es brauchte seine Zeit, bis ich konkrete Schritte zur Umsetzung meines Berufswunsches Priester unternahm, der im Lauf der Zeit immer stärker wurde. „Das Feuer war gelegt, aber es gab Zeiten, da glühte es nur, ging aber nie aus“. Da ich kein Abitur habe, begann ich 1996 den Grundkurs und anschließend den Aufbaukurs von „Theologie im Fernkurs“ mit dem Ziel, ständiger Diakon zu werden. 

Die Kar- und Ostertage 1999 bei denen ich mit jungen Priesterkandidaten ins Gespräch kam, waren für mich sehr wertvoll und bestärkten meinen Wunsch Priester zu werden. 

Ein entscheidendes Datum im Hinblick auf den Priesterberuf war für mich die Diakonenweihe in Hadamar, bei der ich als Küster mithalf und mit dem damaligen Regens Wolfgang Rösch ins Gespräch kam. Er machte mit mir einen Termin aus und wir haben uns im Limburger Priesterseminar zusammengesetzt. Mit ihm habe ich dann die Perspektive Priester besprochen. Regens Rösch machte mir klar, dass ich dafür das Abitur nachholen müsse. Dies lehnte ich auf Grund meines vorgerückten Alters ab. Regens Rösch gab mir daraufhin den Rat das Studienhaus St. Lambert anzusehen. In diesem Seminar können Männer ab dem 25. Lebensjahr ohne Abitur studieren. 

Das machte ich und lebte von Aschermittwoch bis 1. Fastensonntag 1999 in der Kommunität des Seminars mit. Ich hatte Gespräche mit dem Regens Dr. Genn, dem Subregens Brahm und dem Spiritual Pater Gerhartz. Am Fest „Verkündigung des Herrn“, 25.März 1999 habe ich dann Regens Rösch offiziell mein Ja gegeben und dieser mich als Priesterkandidat für das Bistum Limburg angenommen. 

Am 12. September 1999 begann ich das Theologiestudium im Seminar Studienhaus St. Lambert in Lantershofen bei Bad Neuenahr, und schloss es im Juli 2003 ab. 

Dass Ich in meinem Beruf viele Kontakte zu Menschen hatte, sehe ich als Plus für die Arbeit des Priesters in der Seelsorge an, kann ich doch die dabei gemachten Erfahrungen in die seelsorgerliche Praxis „mitnehmen“. Dem dient auch meine Tätigkeit als Ausbilder von Lehrlingen, die ich auf ihre Prüfung vorbereitet habe. 

Erste Einblicke in die liturgische Praxis gewann ich in meiner Heimatgemeinde St. Antonius Eremit in Dreikirchen. Hier durchlief ich die gesamte „Kirchenkarriere“: seit 1978 Messdiener, dann Gruppenleiter, später Pfarrgemeinderatsmitglied und gleichzeitig Jugendsprecher. Von 1990 dann auch Küster. Nach einiger Zeit wurde ich Lektor und Kommunionhelfer.

Ich erlebte immer wieder Menschen, die mich tief beeindruckt haben, allen voran mein damaliger Heimatpfarrer Johannes Lauck, dessen bescheidene und authentische Lebensweise mich prägten. Er war ein Seelsorger durch und durch. Für mich war er wie der gute Hirte, der sich um seine Herde kümmert. Daher habe ich auch meinen Primizspruch gewählt: „Ich bin der gute Hirte; ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich“. Ich möchte für die mir Anvertrauten da sein: gebrochene Herzen verbinden, Kranke zu stärken, Zerstreute zu sammeln, Erschöpfte wieder aufrichten. So sehe ich meinen Dienst als Priester. Später dann Pfarrer Gregor Pitton durch seine freundlich-offene Art und dessen Weise, Gottesdienst zu feiern, mir sehr gefielen.

Die Arbeit als Gruppenleiter für Jugendlichen hat mir immer Freude gemacht und liegt mir auch heute noch am Herzen. Als Küster war ich darauf bedacht den Messdienern in den Proben zu vermitteln wie eine würdig gestaltete Liturgie gefeiert wird. 

Als Pfarrgemeinderatsmitglied bekam ich Einblick in dessen Arbeit und kann auch diese Erfahrungen für meine spätere Arbeit gut gebrauchen.

Im September 2003 kam ich in den Pastoralen Raum Eltville und begann mein Pastoralpraktikum. Nach der Diakonenweihe war ich weiterhin im Pastoralen Raum Eltville eingesetzt.

Durch Bischof Dr. Franz Kamphaus empfing ich am 3. Juni 2006 im Hohen Dom zu Limburg die Priesterweihe. 

Meine erste Kaplanstelle führte mich von 2006 bis 2009 in den Pastorale Raum Herschbach - Selters im Westerwald. 

Von 2009 bis 2012 hatte ich meine zweite Kaplanstelle im Pastoralen Raum Wetzlar Stadt. 

Nachdem ich am 31. August in Limburg das Pfarrexamen abgelegt habe, werde ich ab dem 1. September 2012 als priesterlicher Mitarbeiter bei ihnen im Pastoralen Raum Waldbrunn-Lahr eingesetzt.

Ich freue mich sehr darauf die Gemeinden und neue Menschen kennen zu lernen. Natürlich hoffe ich, dass ich bei Ihnen gut ankomme, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich wünsche mir, dass Sie mich als Ihren Pfarrer annehmen, auch mit meinen Ecken und Kanten.

Für die mir Anvertrauten möchte ich da sein: gebrochene Herzen verbinden, Kranke zu stärken, Zerstreute zu sammeln, Erschöpfte wieder aufrichten. 

So sehe ich meinen Dienst als Priester, treu meinem Primizspruch: „Ich bin der gute Hirt. Ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich.“

Ihr Markus Bendel, Pfr.