Pfarramt Waldbrunn-Lahr 06479/325

St. Maximinus Ellar

Die heutige Pfarrkirche von Ellar wurde 1843/44 erbaut. Die Kirche ist Maximinus von Trier geweiht. 

Die heutige Pfarrkirche von Ellar wurde 1843/44 erbaut. Die Kirche ist Maximinus von Trier geweiht. Die Benedizierung erfolgte am 24. November 1844. Der Limburger Bischof Peter Josef Blum nahm an 4. Juni 1849 die Konsekration vor. Im Jahr 1942 wurde in die Kirche eine neue Orgel eingebaut. 1992/93 wurde die Kirche umfassend renoviert. Die Kirche steht am Hang des Bergs Oberholz und bestimmt gemeinsam mit der Burgruine das Ortsbild von Ellar. Die Kirche ist ein romanisierender – klassizistischer Saalbau mit Chor und zentralem Turm im eingestellten Westwerk. Die Missionskapelle an der Südseite wurde zu einem Ehrenmal umgebaut. Im Inneren verfügt die Kirche über drei Hochaltäre. Der Hauptaltar wurde um 1720 erbaut. Bis 1867 befand er sich in der St. Maximilianus-Kirche in Düsseldorf. Im Zentrum des Altars befindet sich ein St. Maximinusbild. Der rechte Seitenaltar ist ein Barockaltar der Hadamarer Schule aus der Vorgängerkapelle. Er zeigt Figuren der Heiligen St. Maximinus (Martin Volck nach 1740), St. Barbara (Martin Volck nach 1740), und St. Margareta (Martin Volck nach 1740), Paulus mit Schwert und Buch, Petrus mit Schlüssel und Buch (1873) und Antonius dem Eremiten (Martin Volck). Der linke Seitenaltar, auch „Marienaltar“, wurde 1863 aus der Kirche in Kiedrich erworben. Der Altar ist im frühklassizistischsten Stil des 18. Jahrhunderts. Bei der Restauration 1962/63 wurden barocke Stilelemente entfernt. Im Zentrum des Altar steht eine Mondsichelmadonna (Frühbarock um 1610) Sie wird von den Figuren der vier Evangelisten Johannes, Lukas, Markus und Matthäus flankiert. Diese Barocken Figuren wurden der Kirche um 1870 gestiftet.

Das Geläut der Kirche besteht aus drei Glocken:

Maximinusglocke (Schlagton: fis, Gussstahlglocke, Gegossen in Bochum 1920) Die Glocke trägt die Umschrift: „Sancte Maximine, ora pro populo in Ellar“ (Heiliger Maximinus, bete für die Bewohner Ellars) Marienglocke: (Schlagton: a, Gussstahlglocke, gegossen Bochum 1920) Die Glocke trägt die Umschrift: „Maria vocor, divina loquor, fugo daemonia“ (Ich heiße Maria, verkünde das Göttlich, fliehe das Teuflische) Josefglocke (Schlagton: h, Gegossen bei Rincker in Sinn 1953) Die Glocke trägt die Umschrift: „Sancte Joseph, ora pro nobis“ (Heiliger Josef bete für uns)

In der Nähe der Kirche steht eine Statue der „Mutter der Barmherzigkeit“. Die Steinfigur stammt aus der Ukraine und wurde am 22. November 1995 aufgestellt.

Kirchenpatron Sankt Maximinus

Das Bekenntnis zum dreieinigen Gott – heute vielfach belächelt, von manchen Theologen als griechische Verderbnis des Christentums dargestellt – ist das zentrale Geheimnis christlicher Existenz. Es meint die Zuwendung Gottes zur Welt in einem den menschlichen Verstand weit übersteigenden Maß. Unbegreiflich, weil göttlich.
 
Nicht zu jeder Zeit war das Bekenntnis zum dreieinigen Gott gefahrlos. In seiner Bischofsstadt beherbergte der hl. Maximinus, dessen Fest wir heute feiern, den wohl prominentesten Flüchtling aus Glaubensfragen, den hl. Athanasius v. Alexandrien. Sein Charakter war jedoch milder als der des Athanasius, so konnte er, bei aller Festigkeit, zur Versöhnung beitragen und das bereits gegen ihn gesprochene Urteil abwenden.
Sein Fest wird gefeiert am 29. Mai.
   
Wir dürfen heute mit ihm gemeinsam um die Standfestigkeit im Glauben und die Bereitschaft zur Versöhnung bitten

(Quelle Wikipedia) (Bilder © grafikdesignklein.de)