Pfarramt Waldbrunn-Lahr 06479/325

St. Laurentius Hausen

Die katholische Laurentiuskirche wurde 1871/72 im neoromanischen Stil erbaut.

Die katholische Laurentiuskirche wurde 1871/72 im neoromanischen Stil erbaut. Die Konsekration der Kirche erfolgte am 5. September 1900. Die Türme der Kirche wurden 1923 erhöht. Der Standort der Kirche entspricht nicht dem Standort der gotischen Laurentiuskapelle.

Auffällig an der Kirche ist die, bei Dorfkirchen der Region eher seltene, Doppelturmfassade. Das Langhaus der Kirche verfügt über ein Mittelschiff mit zwei Seitenschiffen. Das Langhaus hat eine Länge von 18,00 Meter und eine lichte Breite von 13,00 Meter. Das Mittelschiff hat eine lichte Höhe von 10,30 Meter. Die Seitenschiffe haben eine Höhe von 5,50 Meter. Nach einer umfangreichen Renovierung wurde der Innenraum der Kirche 1958 von dem Künstler Paul Grimm neu gestaltet. Im Inneren der Kirche befinden sich die Seitenaltäre „Abendmahl“ und „Maria Himmelfahrt“, die 1780 für den Limburger Dom hergestellt wurden.

Kirchpatron Sankt Laurentius

Laurentius war einer der sieben Diakone der Christengemeinde in der Stadt Rom, also für die Finanzen und die Sozialarbeit der Kirche von Romzuständig.
 
Als der römische Bischof Sixtus II. unter dem Christenverfolger Valerian festgenommen und enthauptet wurde, war sein Diakon Laurentius der Überlieferung nach verzweifelt, dass er nicht wert erachtet wurde, diesen Tod zu teilen. Sixtus tröstete ihn mit der Verheißung, dass er ihm in drei Tagen nachfolgen werde, und erteilte ihm den Auftrag, den Kirchenschatz den Leidenden und Armen auszuteilen. Kaiser Valerian erhob Anspruch auf diese Schätze; um Laurentius zur Herausgabe zu zwingen, wurde der mehrfach gegeißelt, erbat sich jedoch drei Tage Bedenkzeit, verteilte während dieser Frist die Güter und präsentierte dann die beschenkten und christlich gewordenen Armen dem Kaiser als "die wahren Schätze der Kirche". Der erboste Valerian ließ Laurentius mit Bleiklötzen schlagen, zwischen glühende Platten legen, versuchte vergeblich ihn zum heidnischen Opferdienst zu zwingen und befahl schließlich, den Unerschütterlichen über stetig unterhaltenem Feuer auf einem Rost langsam zu Tode zu martern. Selbst in diesen Qualen bewahrte er sich seinen Humor und neckte den Henker, er solle ihn auf dem Feuer wenden, der Braten sei auf der einen Seite schon gar. Sein Kerkermeister Hippolytus, durch die Standhaftigkeit des Laurentius bekehrt, begrub ihn.
 
Sein Fest wird gefeiert am 10. August.
  
Wir dürfen heute gemeinsam mit Laurentius um einen guten Sinn für die gerechte Verteilung der Güter der Erde bitten und als seinen Auftrag immer die Armen als die wahren Schätze der Kirche betrachten.

(Quelle Wikipedia) (Bilder © grafikdesignklein.de)