Pfarramt Waldbrunn-Lahr 06479/325

Taufe

Es ist das erste Sakrament. Durch die Taufe wird ein Mensch in die Glaubensgemeinschaft

der Christen aufgenommen. In der katholischen Kirche werden immer noch die meisten als Baby getauft, aber die Frage nach dem Taufzeitpunkt stellt sich immer häufiger.

Die Taufe ist das erste grundlegende Sakrament, durch das ein Mensch in die Glaubensgemeinschaft der Christen aufgenommen wird. Sie ist als Realsymbol für die besondere, unauflösbare Gemeinschaft des Getauften mit Jesus Christus, durch den die Erbsünde ihre Macht über den Täufling verloren hat. Das Sakrament hat seinen Ursprung in der Taufe Jesu durch Johannes im Fluss Jordan.

Das Taufsakrament wird durch einen Priester oder Diakon gespendet; in Notfällen kann es auch von jedem anderen Menschen gespendet werden (Nottaufe). Bei der Taufe gießt der Taufspender geweihtes Wasser dreimal über den Kopf des Täuflings und spricht die Taufformel: „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Zuvor ist der Täufling nach seinem Glauben gefragt worden. Im Falle der Kindertaufe bekennen die Eltern und Taufpaten ihren Glauben, nachdem sie für ihr Kind die Taufe erbeten und sich zu ihrer Aufgabe bekannt haben, das Kind im katholischen Glauben zu erziehen.

Die Taufe gehört neben der Firmung und Erstkommunion zu den sogenannten Initiationssakramenten (Einführungssakramenten). Ein erwachsener Taufbewerber empfängt alle drei Einführungssakramente in einer einzigen Feier, zumeist in der Osternacht. Zuvor wird er im Katechumenat auf die Taufe vorbereitet.

Die Entscheidung über den Taufzeitpunkt

Voller Dankbarkeit und Ehrfurcht vor dem Geschenk Gottes stehen Eltern an der Wiege. Viele wollen, dass ihr Kind getauft wird. Der Gedanke, dass Gott seine schützende Hand über ihr Kind hält, tut gut. In der Säuglingstaufe wird sichtbar, dass Gott den Menschen seine Liebe ohne Vorbedingung schenkt, noch bevor sie sich diese durch eine eigene Leistung verdienen. Aber auch für Eltern, die noch nicht so sicher sind, gibt es Lösungen.

Wenn beide Eltern einer christlichen Kirche angehören oder ein Elternteil katholisch ist, entscheiden sie sich meistens für die Taufe. Die meisten Taufen finden innerhalb des ersten Lebensjahres statt. Manche warten aber auch erst mal ab.

Bei der Taufe stellen die Eltern ihr Kind unter den Schutz Gottes. „Es wird dabei zum Ausdruck gebracht, dass sich Gott, der Urheber allen Lebens, selbst um dieses Leben kümmert“. Das ist für Eltern entlastend, denn sie stehen mit ihrer Verantwortung für diesen kleinen Menschen nicht mehr allein da.

Wichtig: Die Vorstellung, dass ungetaufte Kinder nicht von Gott angenommen werden, passt nicht mehr zu unserem heutigen Gottesbild. Mit der Taufe wird das Kind aber in die Kirche aufgenommen. Die Gemeinschaft der Glaubenden vermittelt Geborgenheit und Werte und bietet somit eine gute Orientierungshilfe fürs Leben.

Dies ist eine Kraftquelle, die nie versiegt und aus der ein Mensch sein Leben lang schöpfen kann. Eltern und Paten gehen mit der Taufe des Kindes eine ganz besondere Verpflichtung ein. Sie sollen dem Kind christliche Werte vermitteln, die es innerlich stark machen gegen schädliche Einflüsse von außen.

Bei Unsicherheiten, ob Eltern ihr Kind im Babyalter oder später taufen lassen möchten, sollte der Rat des zuständigen Pfarrers eingeholt werden. Dies gilt auch für Eltern, die (noch) keiner Konfession angehören. Manchmal möchten Eltern ihr Kind taufen lassen, obwohl sie selber aus der Kirche ausgetreten sind. Der Pfarrer wird dann mit ihnen sprechen und entscheiden, ob er das Kind jetzt schon tauft oder die Feier aufschiebt. Ganz ablehnen darf er die Taufe nicht, denn jedes Kind hat ein Recht auf dieses Sakrament.

Paten - die Begleiter des Täuflings

Lange vor der Taufe fragen Eltern sich, wer die Patenschaft für ihr Kind übernehmen könnte. Oft übernehmen Geschwister oder Freunde des Paares dieses Amt. Die meisten Eltern wählen zwei Paten für ihr Kind aus. Nach kirchlichem Recht muss es .......................

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Fragen und PDF Download zum Thema des Sakrament der Taufe

Ist es sehr ungewöhnlich, als Erwachsener getauft zu werden?
Heute nicht mehr - da seit einigen Jahrzehnten bei uns nicht mehr (wie früher einmal) fast alle Kinder getauft werden und es damit auch mehr ungetaufte Erwachsene gibt, kommt es heute relativ häufig vor, dass Erwachsene nach der Taufe fragen. Auch entscheiden sich manche Zuwanderer, die aus anderen Religionen stammen und hier das Christentum kennengelernt haben, für die Taufe. In der Anfangszeit des Christentums war es sogar der Normalfall, dass vor allem Erwachsene zur Taufe kamen. Auf jeden Fall ist es nichts Exotisches oder gar Peinliches, als Erwachsener getauft zu werden!
Ist so eine lange Vorbereitungszeit wirklich nötig?
Christ zu werden dauert seine Zeit! Sich taufen zu lassen ist eine wichtige Entscheidung, und Sie sollen die Möglichkeit haben, den Glauben, zu dem Sie ja sagen möchten, wirklich kennenzulernen. Wenn Sie einen Grund zur Eile haben, sprechen Sie am besten mit dem Seelsorger darüber, der Sie auf dem Weg zur Taufe begleiten wird.
Kann ich nur in meiner Wohnort-Pfarrei getauft werden?
Es ist sinnvoll, wenn Sie nach Möglichkeit in einer Gemeinde ins Christsein hineinwachsen und getauft werden, wo Sie vielleicht schon erste Kontakte haben oder sich immer mehr zuhause fühlen können. Das kann neben der Gemeinde am Wohnort auch eine andere Pfarrgemeinde oder zum Beispiel eine City- oder Jugendkirche, eine Hochschulgemeinde oder ein Kloster sein. Nicht alle Seelsorger und Gemeinden sind mit der Erwachsenentaufe und dem vorbereitenden Katechumenat bereits gut vertraut.
Kostet die Taufe oder die Taufvorbereitung etwas?
Weder für die Taufe selbst noch für die Vorbereitung müssen Sie etwas bezahlen. Nach der Taufe tragen Sie dann als katholischer Christ gegebenenfalls durch Ihre Kirchensteuer zur Arbeit der Kirche bei.
Download Text: Ablauf des Taufgottesdienst
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